Ausgabe 1659 Neutag, 27. Weidemond 439 n.D.

Nachrichten aus Reichenberg  

Der Frühling ist stets eine Zeit des Aufbruchs, dabei ist dieser keine Ausnahme. Seit dem Verschwinden des Derchynis Klan, bestimmt nun seit geraumer Zeit der Monarch Boris von Schönburg die Geschicke Reichenbergs. Selbstredend sind die Verhandlungen mit den Gesanten der Runakay und Gefechte mit den Vangolen vorerst von größtem Interesse für die Leser des Boten, doch auch ansonsten hat sich einiges in der Eisernen Stadt zugetragen. Über eben dieses soll hier berichtet werden. Eine Siedlung entsteht Während in der Hauptstadt das Getreide auf den Felder reift und die Kinder in den Gassen spielen, ziehen Menschen in Scharen gegen Osten. Unter ihnen vor allem Zweitgeborene, aber auch manch bessergestellter Bürger versucht sein Glück in den Weiten der Grenzlande. Ermöglicht wurde der Zuzug vor allen durch die Wiedererrichtung eines Alten Hofes, welcher im Zuge des Feldzuges gegen die Vangolen abgebrannte. Bereits zu Zeiten des alten Merins bewirtschafteten seine Bewohner die umliegenden Lande fernab der Zivilisation.

Der Mond

Er strahlt so hell am Himmelszelt, Was mir des Nachts so gut gefällt, Am Abend geht die Sonne unter, doch dann werd ich erst wahrlich munter. Mein Herz das ruft den Mond herbei Es fliegt hinaus wie ein Vogel frei Doch kehrt zurück am frühen Morgen Und erweckt in mir die täglichen Sorgen Die Himmelscheibe weiß und rein So muss die Nacht voll Klarheit sein Es zirpen die Grillen, es weht sacht der Wind Der Süden wird brennen.