Puk-Ta-Puk- für Rak-Vem-To

Die Sonne ist schon lang untergegangen und in der Verwaltung von Rak-Vem-To ist es ruhig geworden. Oder es war zumindest ruhig. Solange bis die prallen Beine der Ursula Quint über die Holztreppe in den Keller der Verwaltung poltern. Die Schritte sind so laut, dass selbst das Knarren der winterfeuchten Stufen nicht zu hören ist. Nur ein humpelndes Stapfen während die dicke Quint sich durch den engen Kellerzugang quetscht, seitlich natürlich um auf der engen Treppe nicht stecken zu bleiben.

"Girdon Kohlenherz, macht auf." mit dieser Aufforderung fliegt auch schon die Tür zu den privaten Räumen des Verwalters auf. "Ich möchte einen Antrag stellen für eine Puk-Ta-Puk Arena". Quint wedelt mit der Botenausgabe des 8. Gelbmond.

Anscheinend hat sie die Zeitung im Bett gelesen denn außer eines weißen Leinennachthemds und flauschigen Pantoffeln trägt sie nur eine Umhängetasche bei sich in der sich anscheinend ein dicker Stapel Papier befindet. Vermutlich der Antrag P24-d. Ursula ist gut vorbereitet auf das kommende Gespräch.


Offensichtlich hat Kohlenherz nicht mit Besuch gerechnet, denn seine kleine Wohnung im Keller der Verwaltung ist selbst für seine Maßstäbe unordentlich. Ob ihrer Aufregung hat es Ursula wohl nicht gemerkt, doch ihr Eindrigen in die Wohnung ist begleitet durch das Klappern und Klirren umfallender und umherfliegender Schnaps- und Bierflaschen. Der Zwerg selbst sieht aus wie ein Untoter, welcher sich geradewegs aus seinem Grab erhebt. Seine Augen sind so eingefallen, dass man sie gar nicht richtig erkennen kann. Sein Bart riecht nach Bier und ist so klebrig, dass sich gar die Schnapsflasche, mit der er zu Bett ging, darin hält. Die Eindringlichkeit des Alkoholgeruchs in der Wohnung wird durch den Schanpsodem Kohlenherz's übertrumpft.


"Gwaaah?", brummt der Zwerg als er sich die Schnapsflasche aus dem Bart streicht und benebelt zu seiner Kriegsaxt greift um den Eindringling zu bekämpfen. Er greift daneben und stürzt aus dem Bett. Glücklicherweise ist er in seiner leichten Zwergenrüstung zu Bett gegangen.

Ehrenvoll die wideren Umstände missachtend tritt Ursula af den Zwerg zu und gibt ihm kurz Zeit sich zu sammeln bevor sie erneut ansetzt: "Ich möchte, dass wir eine Puk-da.Puk Arena bauen. Eine Kleine Arena sollte nicht nur die Arbeiter zufrieden stellen sondern bring uns auch in eine glückliche Position wenn es um kommende Kontakte mit Panquara geht. Jetzt wo der Süden Bündnisse schmiedet sollte uns jedes Mittel recht sein uns in ein gutes Licht zu rücken." sie wartet einen Moment um zu schauen ob der Zwerg ihr folgen kann.

Erst schließt sich das eine Auge von Kohlenherz sich langsam. Als es wieder halb geöffnet ist beginnt sich das Zweite zu schließen. Der Vorgang nimmt einige Sekunden in Anspruch, danach scheint sich der Zwerg darüber bewusst zu sein wo er ist. "Ugh-rsula...", es klingt fast als würde er sich übergeben. Doch dann streckt er die Zunge aus und streicht sich eine pelzige Mass davon.


"Ich glaube... wir brauchen erst mal stärkeren Schnaps! Mhhh...uhhh... seht nur wie viel ich davon trinken musste. Hoffentlich geht es den Fischen im Teich gut..." Erst nach diesem laut geäußerten, äußerst tiefen Gedankengangs, scheint Kohlenherz die Worte von Urusula zu verarbeiten. "Arena...? Puk-Ta-Was? Ist das denn auch profitabel genug?"

"Ja selbstverständlich" setzt Ursula an und muss sich kurz zusammennehmen als eine Geruchswelle aus Kohlenherz' Hals herüberrollt.

"Wir nehmen Startgelder, verbieten selbst mitgebrachte Speisen und Getränke - aus "Sicherheitsgründen" natürlich - und stellen natürlich die Spielrichter. Ihr wettet doch sicher gern, vor allem dann, wenn Ihr euch den Gewinner aussuchen könnt. Ich könnte mir kein vorhaben vorstellen, dass uns leichter zu Geld verhilft. Alles was wir ausgeben müssen ist eine ebene Fläche und ein Huhn..." dezent zupft sie ihr bodenlanges Nachthemd etwas zurecht wobei es aussieht als würde sie kurz einen tiefen Atemzug durch den fischen Stoff nehmen um im Zwergendunst nicht zu ersticken.

Kohlenherz kratzt sich am Kinn. "Hmm... ja. Das klingt dann doch profitabeler als ich annahm." Er greift sich einen Rechenschieber und scheint wirr vor sich hin zu rechnen. Dann stöhnt er und wirft das Gerät zur Seite. "Ugh..... nagut. Aber wie sollen die Arbeiter bezahlt werden? Wenn im Winter der Boden zufriert werden Zuschläge verlangt!"

Ursula lacht kurz auf "Seit wann kümmert ihr euch um die Wünsche der Arbeiter?". Aus Gewohnheit schaut sie sich um ob man irgendwo ein Fenster öffnen könnte doch die Behausung des Zwerges bietet keinerlei solchem Komfort. "Vielleicht versprecht ihr ihnen einfach eine Jahr Plätze auf der Tribüne... wir sollten eine Tribüne bauen... Wenn die Platzanweiser dann nichts mehr davon wissen bei
den Spielen ist es nicht unser Problem.“ Dann gähnt sie herzhaft. „Ich sollte langsam schlafen gehen. Überlegt es euch wenn wir in diesem Winter bauen, dann können wir im Frühling mit den Spielen beginnen.“