Die am meisten verbreitete Religion Avorns.
Das Grundprinzip der Götterkirche ist verhältnismäßig einfach: Die Götter sind Teil dieser Welt, und die Welt ist ein Teil von ihnen. Ein Gott kann sich dazu entscheiden, einen Wald, einen Berg oder sogar einfach einen besonderen Felsen als seine Domäne zu erwählen. Es gilt hierbei noch zu beachten, dass die Götter zwar über beträchtliche Macht verfügen, Anbetung durch die Menschen diese ins unermessliche steigern kann.
Die sichtbarste Auswirkung der Macht eines Gottes ist dessen gesegnete Aura, in der kein Untoter sich erheben oder diese betreten kann. Es scheint außerdem so zu sein, dass Siedlungen und Städte unter dem Schutz einer mächtigen Gottheit seltener von Unglück und Seuchen heimgesucht werden, als weniger gesegnete Ortschaften.

Aber wie stellt man fest, ob in der Natur eine Gottheit schlummert? Dafür werden die Priester der Kirche speziell ausgebildet, um die Schwingungen der Macht eines Gottes zu erkennen. Es ist deswegen die Berufung eines jeden Priesters, das Land zu durchstreifen, um jeden Gott zu erkennen und ihm - oder ihr - die gebührende Verehrung einzuräumen.

Die Errichtung von Tempeln und Schreinen ist stets die Aufgabe des Landesherren gewesen, da es seine - oder ihre - Verpflichtung ist, den Göttern Respekt zu erweisen und dem Volk einen Ort der Anbetung zu bieten.
Dies führt auch dazu, dass die elementare Gestalt einer Gottheit - sprich der Fluss, Berg, Hügel, usw. - unter dem heiligen Schutz der Kirche steht. Dies bedeutet, dass eine Wassermühle, die an den Ufern der elementaren Gestalt eines Flussgottes errichtet wird, von der Kirche und ihren Priestern beaufsichtigt werden muss, damit die Gottheit nicht verärgert oder gar verletzt wird.

Im inneren der Kirche gibt es verschiedene Ränge, in die ein Priester aufsteigen kann. Vor seiner Weihe ist er ein Anwärter, der in die heiligen Lehren und die Rituale der Götter eingeführt werden muss. Als einfacher Priester kann er durch besondere Hingabe, aufopferungsvollen Dienst an einen oder mehrere Götter oder durch außergewöhnliche Dienste in den Rang eines Vikars erhoben werden.